forschung

MR geführte Partikeltherapie

Die Partikeltherapie ist eine Form der Strahlentherapie in der Krebstumore mit positiven Ionen bestrahlt werden. Dazu werden die Ionen in einem Teilchenbeschleuniger auf eine definierte Energie beschleunigt und anschließend auf den Tumor geschossen. Dies ermöglicht ein räumlich sehr präzise Bestrahlung des Tumors und minimiert die Schädigung des umliegenden Gewebes.

Die genaue Bestrahlung des Tumors erfordert natürlich eine sehr präzise Lagerung des Patienten an einer durch einen MR Scan festgelegten Position. Dazu werden Industrieroboter verwendet, die eine sehr flexible und hochgenaue Bewegung des Patienten ermöglichen.

Ein grundlegendes Problem dieser Behandlung ist, dass der Tumor sich nach dem MR-Scan im Körper verschieben kann, was im Bauchbereich oft durch Bewegung, Atmen oder einen unterschiedlich gefüllten Magen passiert. Wenn sich der Tumor verschiebt ist die Bestrahlung natürlich deutlich ungenauer und beschädigt eventuell sogar umliegendes Gewebe. Um dieses Problem zu beheben soll in zukünftigen Partikeltherapieanlagen ein MR Scan während der Bestrahlung durchgeführt werden.

Dazu ist ein MR im Behandlungsraum notwendig. Diese führt zu vielen Herausforderungen an die ganze Anlage, unter anderem wird die Positionierung des Patienten mithilfe des Roboters deutlich erschwert. In diesem Projekt soll untersucht werden, wie sich MR und Roboter gegenseitig beeinflussen und es sollen mögliche Lösungswege zur Nutzung eines Roboters im Feld eines MR evaluiert werden.

zurück zur Übersicht der Forschungsthemen am Fachgebiet